Universität Stuttgart veröffentlicht Forschungsdatenpolicy

Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten

Die Universität Stuttgart hat auf ihren Webseiten eine Forschungsdatenpolicy veröffentlicht. Sie enthält für die Forscher die Leitlinien der Universität zum Umgang mit Forschungsdaten. Die Forschungsdatenpolicy beschreibt und setzt die Rahmenbedingungen für den Umgang mit Forschungsdaten und die Organisation des Forschungsdatenmanagements an der Universität Stuttgart. Damit erhalten die Forscher der Universität Leitlinien, die sie als Richtschnur für den Umgang mit eigenen Forschungsdaten verwenden können.

Eine deutsche und englische Version befinden sich auf der Webseite der Universitätsbibliothek im Bereich Forschungsdatenmanagement.

Das Konzept von RePlay-DH: Datenmanagement per Versionsverwaltung

Ein einfacher Client hilft bei der Nutzung einer komplexen Versionsverwaltungssoftware.

Für viele Wissenschaftler in den digitalen Geisteswissenschaften stellt sich ab einem bestimmten Punkt die Frage, wie man am besten den Überblick in komplexen Projekten behalten kann. Das Projekt Replay-DH entwickelt anhand eines Use Case aus der Computerlinguistik zur Korpus-Annotation eine Softwareumgebung, die durch den Einsatz von Versionsverwaltungssoftware für Übersichtlichkeit beim Management der eigenen Daten und Tools während des Forschungsprozesses sorgen soll.

Die Problemstellung

Prozesse in den digitalen Geisteswissenschaften tendieren dazu, teils hochgradig individualisiert abzulaufen und können dabei beliebig komplex werden. Das Resultat: bei ungenügender Dokumentation, kann eine Nachvollziehbarkeit der Resultate unter Umständen nur noch eingeschränkt, im schlimmsten Falle gar nicht mehr, gewährleistet werden. Während die digitalen Geisteswissenschaften bislang viele Softwareentwicklungen im Bereich virtueller Forschungsumgebungen verzeichnen, ist ein Ansatz, der den Wissenschaftler an seiner eigenen Forschungsumgebung am Arbeitsplatz abholt, bislang nicht realisiert und auch in der Literatur noch nicht näher beschrieben.

Das Konzept

RePlay Digital Humanities nimmt dieses Manko als Prämisse zur Entwicklung einer Neu-Implementierung eines bestehenden Systems, indem das Konzept einer Versionsverwaltungssoftware für einen neuen Kontext und eine neue Nutzergruppe anwendbar gemacht wird, kann der Forscher seine gewohnten Arbeitsprozesse beibehalten. Replay-DH unterstützt den Forscher während des Arbeitsprozesses beim Management und bei der Beschreibung der genutzten Tools und der erhobenen Daten, um eine bestmögliche Reproduzierbarkeit der Forschungsergebnisse zu gewährleisten.

Wie funktioniert das Ganze? Die Architektur hinter der Idee
  • Git als Basis des Datenmanagements
  • Java-Anwendung als plattformübergreifende Software
  • Anbindung an (GitLab-)Server zur Kollaboration in Forschergruppen
  • Anbindung an (DSpace-)Repositorien zur Veröffentlichung der Inhalte
Warum sollte ich den Replay-Client als Wissenschaftler nutzen?
  • Bessere Dokumentation und Wiederauffindbarkeit bestimmter Arbeitsstände
  • Möglichkeit der Anbindung an eine lokal vorahandene Git-Infrastruktur (z.B. GitLab am Institut)
  • Möglichkeit des kollaborativen Arbeitens mit Kollegen
  • Möglichkeit der Anbindung an eine Veröffentlichungs-Infrastruktur

RePlay-DH-Client: Live-Demo bei den Open-Access-Tagen 2017

Client-Demo am Montag, den 11.9.2017, ab 15 Uhr im kleinen Lesesaal der SLUB Dresden.

Wer eine erste Version des Clients live sehen möchte kann dies bei den diesjährigen Open-Access-Tagen in Dresden:

Wir zeigen eine erste Version unseres Clients am Montag, den 11.09.2017 ab 15 Uhr im kleinen Lesesaal der SLUB Dresden im Rahmen des Tool-Marktplatzes. Mit diesem neuen Format bieten uns die OA-Tage die Möglichkeit, interessierten Nutzern ein Hands-On zu ermöglichen.

Die erste Testversion unseres Clients erlaubt bereits Einblicke in das vorgesehene Software-Design und die geplanten Funktionen. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf einer einfachen Bedienbarkeit bei gleichzeitig höchstmöglicher Flexibilität in der Verwaltung und Bezeichnung der eigenen Forschungsdaten.

Bei Interesse kann eine Testversion des Clients bei der Projektgruppe angefragt werden.

Call for Project Presentations – Open Science Conference 2018

Abstract zu FAIR-Prinzipien oder Forschungsdateninfrastruktur einreichen bis 29. September 2017

Am 13./14. März 2018 findet in Berlin die Open Science Conference mit den Schwerpunkten FAIR Data Principles und Forschungsdateninfrastruktur statt.

Nutzer und Betreiber von Forschungsdaten-Infrastruktur, Bibliothekare und Forscher sind aufgefordert, innovative Projekte zu diesen Themen vorzustellen.

Wichtige Termine:

  • 29. September 2017: Abstract Submission Deadline
  • 13. November 2017: Notification of acceptance / rejection
  • 5. Februar 2018: Final abstract and poster submission
  • 13./14. März 2018: Conference

Call als PDF-Datei

Weitere Informationen unter:

Open Science Konferenz

Informationsseite zum Forschungsdatenmanagement online

Forschung und Daten managen: www.forschungsdaten.info

Im Rahmen einer Initiative des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg (MWK) ist eine neue Informationsseite zum Forschungsdatenmanagement in Baden-Württemberg und darüber hinaus online gegangen. Die Webseite bietet Informationen zum Prozess des Forschungsdatenmanagements und deckt damit alle relevanten Fragestellungen ab, die für ein erfolgreiches Forschungsdatenmanagement wichtig sind. Ferner gibt sie eine Übersicht über die in Baden-Württemberg geförderten E-Science-Projekte:

https://www.forschungsdaten.info/

Stellenausschreibung

Wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlicher Mitarbeiter im BMBF-geförderten Projekt DIPL-ING

Die Universitätsbibliothek Stuttgart (UB) ist eine wissenschaftliche Universalbibliothek mit zwei Standorten, den Universitätscampi Stadtmitte und Vaihingen, und Zentrum eines Bibliothekssystems mit 120 Institutsbibliotheken. Die UB betreut ca. 32.800 Benutzer und verfügt über ca. 1,65 Mio. Medieneinheiten sowie ca. 30.000 Print- und Online-Zeitschriften.  Sie entwickelt innovative Informationsdienste für Studium, Lehre und Forschung und führt laufend größere und kleinere Projekte durch. Die UB ist am BMBF-geförderten Projekt DIPL-ING mit weiteren Einrichtungen der Universität beteiligt.

Die UB sucht zum nächstmöglichen Termin eine/n

Wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlichen Mitarbeiter        (100 %)

Die Stelle ist auf zwei Jahre befristet und wird, je nach Qualifikation, bis Entgeltgruppe E 13 TV-L vergütet.
Ihre Aufgaben:

Die Universität Stuttgart führt ein BMBF-gefördertes Projekt zur Erforschung von Methoden im Umgang mit ingenieurwissenschaftlichen Daten durch. Die Stelle stellt eine wichtige Schnittstelle zwischen Forschung und Service mit viel Raum für Ideen bei der Entwicklung von Konzepten und dem Aufbau institutioneller nachhaltiger Strukturen und Services an der Universität Stuttgart dar.

An folgenden Aufgaben soll dabei schwerpunktmäßig gearbeitet werden:

  • Projektkoordination
  • Analyse der an der Universität Stuttgart vorhandenen (Forschungs-)Datenbestände in den Ingenieurwissenschaften (besonders in Hinblick auf das Aufkommen größerer Datenmengen)
  • Entwicklung von Metadatenlösungen in den Ingenieurswissenschaften
  • Erweiterung des zentralen Informationsangebotes zu Forschungsdaten, das alle Informationen von Antragstellung bis zur Ablage bzw. Recherche der Daten bündelt
  • Entwicklung von Informations- und Schulungsangeboten

Anforderungsprofil

Wir erwarten:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium, möglichst in den Ingenieurwissenschaften
  • Teamfähigkeit und Organisationstalent, Erfahrungen im Projektmanagement
  • Praktische Erfahrungen und Fachkenntnisse bei der redaktionellen Arbeit mit Content-Management-Systemen
  • Erfahrungen bei der Bearbeitung von Metadaten
  • Kommunikative Kompetenz und Leistungsbereitschaft, verbunden mit einem Sinn für pragmatische Lösungen
  • Grundkenntnisse in der Softwareentwicklung, Kenntnisse oder Bereitschaft zur Einarbeitung in eine Programmiersprache

Die Universität Stuttgart möchte den Anteil der Frauen erhöhen. Frauen werden deshalb ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung vorrangig eingestellt. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zu Spät- und Samstagsdiensten im Benutzungsbereich der UB.

Ihre aussagekräftige und vollständige Bewerbung richten Sie bitte bis zum 19. März 2017 an die Universitätsbibliothek Stuttgart, Holzgartenstr. 16, 70174 Stuttgart oder elektronisch per E-Mail an die Personalstelle personal[at]ub.uni-stuttgart.de.

Für Auskünfte steht Ihnen als Gesamtprojektleitung Sibylle Hermann (Tel.: 0711/685-82502, E-Mail: sibylle.hermann[at]ub.uni-stuttgart.de) zur Verfügung.

Beratung zum Forschungsdatenmanagement

Dienstag, 13. Dezember 2016, 14-15:30 Uhr in der UB Vaihingen, Pfaffenwaldring 55, 70569 Stuttgart (Videokonferenzraum)

Forschungsdatenmanagement

Für wissenschaftliche Veröffentlichungen wird es immer wichtiger, nicht nur die Forschungsergebnisse in Fachzeitschriften zu präsentieren, sondern auch die dazugehörigen Forschungsdaten. Das erleichtert die Überprüfbarkeit und erlaubt das Nachnutzen der Daten. Doch wie können Forschungsdaten langzeitarchiviert, erschlossen und veröffentlicht werden? Das Beratungsgespräch umfasst folgende Themen:

  • Forschungsdaten planen
  • Archivierung und Erschließung der Forschungsdaten (Metadaten)
  • Daten vor der Veröffentlichung managen
  • Veröffentlichung: Open Access und Closed Access
  • Creative-Commons-Lizenzen

Zur Vorbereitung empfehlen wir, das Internetangebot der UB zu Forschungsdaten einzusehen: http://www.ub.uni-stuttgart.de/forschen-publizieren/forschungsdatenmanagement/

Weitere Themen können auf Wunsch besprochen werden.

Datum: Dienstag, 13. Dezember 2016, 14-15:30 Uhr

Veranstaltungsort: Videokonferenzraum UB Vaihingen, Pfaffenwaldring 55, 70569 Stuttgart

Anmeldung: https://www.ub.uni-stuttgart.de/lernen-arbeiten/schulungen/anmeldung/anmeldung-oa-publizieren-3.html

Empfehlungen zum Forschungsdatenmanagement in Deutschland

Positionspapier des Rates für Informationsinfrastrukturen

Der Rat für Informationsinfrastrukturen hat in der Mitte dieses Jahres ein Positionspapier mit dem Titel „Leistung aus Vielfalt“ mit „Empfehlungen zu Strukturen, Prozessen und Finanzierung des Forschungsdatenmanagements (FDM) in Deutschland“ veröffentlicht. In diesem empfiehlt er den Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur, kurz NFDI, die „Kompetenzen bündeln und [eine] Grundversorgung mit Services für das Forschungsdatenmanagement schaffen“ soll. In diesem Papier werden alle wichtigen Kriterien für ein erfolgreiches FDM genannt, die aus Sicht des Rates ausgebaut und gefördert werden sollten:

  • Einbettung der Informationsinfrastrukturen in einen europäischen Kontext,
  • Klärung der Fragen der Langzeitarchivierung und Verfügbarkeit der Daten,
  • Schaffung von organisatorischen Leitlinien im FDM (wie z. B. der Veröffentlichung von Forschungsdatenpolicies und der Erstellung von Datenmanagementplänen (DMP)),
  • Schaffung und Ausbildung von akademischen und nicht-akademischen Personal für das FDM sowie
  • Stärkung der Informationskompetenz in Lehre und Forschung.

Nachzulesen ist das Positionspapier auf der Webseite des Rates für Informationsinfrastrukturen und kann auch dort als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Informationen zum Forschungsdatenmanagement online

Neues Beratungsangebot der UB Stuttgart

Die Universitätsbibliothek hat ein ausführliches Online-Beratungsangebot zum Thema Forschungsdaten veröffentlicht. Den Forschern der Universität Stuttgart steht zudem mit Dipl.-Ing. Sibylle Hermann eine Referentin für Forschungsdatenmanagement zu Beratungsgesprächen zur Verfügung.

Die UB beteiligt sich am Forschungsprojekt Replay-DH (Realisierung einer Plattform und begleitender Dienste zum Forschungsdatenmanagement für die Fachcommunity Digital Humanities). Projektpartner: