Neue Zeitschrift „Bausteine Forschungsdatenmanagement“ online

Best-Practice–Beispiele zum Forschungsdatenmanagement

Zielgruppe sind Fachleute in Wissenschaft und Infrastruktureinrichtungen

Unter dem Titel „Bausteine Forschungsdatenmanagement – Empfehlungen und Erfahrungsberichte für die Praxis von Forschungsdatenmanagerinnen und -managern“ ist eine neue Fachzeitschrift veröffentlicht worden. Zielgruppe sind Verantwortliche im Forschungsdatenmanagement in Wissenschaft und Informationsinfrastruktur-Einrichtungen wie Bibliotheken. Neben Überblicksartikeln erscheinen auch Best-Practice–Beispiele.

Eine Unterarbeitsgruppe der DINI/nestor AG Forschungsdaten hat unter dem Link https://bausteine-fdm.de erste Beiträge zu unterschiedlichen Themen des Forschungsdatenmanagements in der Praxis veröffentlicht.
In der Reihe, die nach und nach ergänzt werden soll, sind von Autorinnen und Autoren zunächst folgende Bausteine erschienen:
• Wissen vermitteln über den Umgang mit Forschungsdaten
• Aufbau und Bekanntmachung von Informationsangeboten über Forschungsdatenmanagement für Forschende
• Erstellung und Realisierung einer institutionellen Forschungsdaten-Policy
• Beratungsangebote für Forschende
• Lösungsansätze zu einer technischen Infrastruktur für Forschungsdatenmanagement

„Bausteine Forschungsdatenmanagement“ ist eine Open-Access-Publikation. Die Veröffentlichung ist für die Autorinnen und Autoren kostenfrei. Alle eingereichten Beiträge werden begutachtet und sind zitierfähig.

Die Universitätsbibliothek Stuttgart beteiligt sich an der Herausgabe der Zeitschrift: Sibylle Hermann, Referentin für Forschungsdatenmanagement, gehört zum Redaktionsteam. Sie ist Sprecherin der Unterarbeitsgruppe „Bausteine Forschungsdatenmanagement“ der DINI/nestor AG Forschungsdaten.

Kontakt:
Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e. V.
DINI/nestor AG Forschungsdaten
Redaktion „Bausteine Forschungsdatenmanagement“
E-Mail: redaktion@bausteine-fdm.de
https://bausteine-fdm.de

deRSE19 – Konferenz für ForschungssoftwareentwicklerInnen

Vom 4. bis 6. Juni 2019 wird in Potsdam die erste nationale Konferenz der deutschsprachigen Entwickler von Forschungssoftware deRSE19 stattfinden.

Vom 4. bis 6. Juni 2019 wird in Potsdam die erste nationale Konferenz der deutschsprachigen Entwickler von Forschungssoftware stattfinden. Als Research Software Engineers (RSEs) werden Menschen bezeichnet, die Software entwickeln, die im Bereich der Forschung eingesetzt wird. Eingeladen sind nicht nur Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, sondern auch alle Menschen, die Forschungssoftware finanzieren, betreiben, entwickeln oder warten und normalerweise nicht an Konferenzen teilnehmen. Sie dient zum Aufbau einer RSE-Community in Deutschland. Ausschreibungen für Vorträge, Poster, Workshops und Tutorials folgen bis Ende des Jahres. Updates über die Konferenz können über konferenz-updates@de-rse.org angefordert oder per Twitter über @RSE_de unter dem Hashtag #deRSE19 verfolgt werden. Das #deRSE19 Konferenzkomitee ist erreichbar unter konferenz@de-rse.org.
In Großbritannien existiert bereits eine aktive RSE-Community, die bereits zwei erfolgreiche internationale Konferenzen für Research Software Engineers veranstaltet hat und mit dem Software Sustainability Institute über eine Plattform und Organisation verfügt.

Dokumentation von Zwischenständen im Forschungsprozess mit RePlay-DH

Definition und Umsetzung von Prozessmetadaten

Was wir unter Prozessmetadaten verstehen

Um Zwischenergebnisse in der eigenen Forschungsarbeit besser dokumentieren zu können, ist es hilfreich auf ein einfaches Metadatenschema zurückgreifen zu können. Das ermöglicht, mit wenig Aufwand eine sinnvolle Beschreibung der getanen Arbeit zu gewährleisten. Im Projekt RePlay-DH wurde dazu ein Schema für Metadaten serialisiert, das den Prozess, der zu einem Zwischenstand geführt hat, abbildet. Diese Metadaten, im Projekt als „Prozessemetadaten“ bezeichnet, werden beim Speichern der Änderungen (als Commit in Git) mit abgelegt.

Wie wir die Prozesse in der Computerlinguistik abbilden

Dazu wurden sieben Felder definiert, die in einem Arbeitsschritt in der Regel anfallen: Das Feld „Title“ beinhaltet eine kurze Beschreibung des Workflowschritts. „Person“, bildet die Person(en) ab, die an diesem Arbeitsschritt beteiligt waren (z.B. Annotator). Die „Description“ bietet die Möglichkeit einen Freitext zur Beschreibung des Zwischenergebnisses einzugeben. Das  Feld „Input“ benennt die Dateien, die während des jeweiligen Arbeitsschrittes beteiligt waren (z.B. Korpora) . Das „Output“-Feld, beinhaltet die Ressourcen, die erzeugt, bzw. angepasst wurden (z.B. Ergebnisdaten).  Die eingesetzten Softwarewerkzeuge werden im Feld „Tool“  aufgenommen. Es ist dabei möglich, beliebig viele Programme oder Skripte zu erfassen und auch deren Ausführungsreihenfolge und deren Parameter anzugeben. In „Custom Properties“ können beliebige Metadateneinträge hinterlegt werden, um zusätzlich maschinenlesbare Informationen bereitstellen zu können.

Wie findet die technische Umsetzung statt?

Die Prozessmetadaten werden im Datenaustauschformat JSON modelliert und mit Hilfe eines JSON-Schemas validiert. Es wird dabei angestrebt, dass der Inhalt der Prozessmetadaten im Idealfall nur einmal angeben werden muss bzw. möglichst automatisch generiert wird, so dass der Nutzer sich auf seine eigentliche Forschungsarbeit konzentrieren kann. Des Weiteren soll es im Client künftig möglich sein, die Prozessmetadaten für den eigenen Arbeitsprozess auch auf andere Fachbereiche anzupassen.

Universität Stuttgart veröffentlicht Forschungsdatenpolicy

Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten

Die Universität Stuttgart hat auf ihren Webseiten eine Forschungsdatenpolicy veröffentlicht. Sie enthält für die Forscher die Leitlinien der Universität zum Umgang mit Forschungsdaten. Die Forschungsdatenpolicy beschreibt und setzt die Rahmenbedingungen für den Umgang mit Forschungsdaten und die Organisation des Forschungsdatenmanagements an der Universität Stuttgart. Damit erhalten die Forscher der Universität Leitlinien, die sie als Richtschnur für den Umgang mit eigenen Forschungsdaten verwenden können.

Eine deutsche und englische Version befinden sich auf der Webseite der Universitätsbibliothek im Bereich Forschungsdatenmanagement.

Das Konzept von RePlay-DH: Datenmanagement per Versionsverwaltung

Ein einfacher Client hilft bei der Nutzung einer komplexen Versionsverwaltungssoftware.

Für viele Wissenschaftler in den digitalen Geisteswissenschaften stellt sich ab einem bestimmten Punkt die Frage, wie man am besten den Überblick in komplexen Projekten behalten kann. Das Projekt Replay-DH entwickelt anhand eines Use Case aus der Computerlinguistik zur Korpus-Annotation eine Softwareumgebung, die durch den Einsatz von Versionsverwaltungssoftware für Übersichtlichkeit beim Management der eigenen Daten und Tools während des Forschungsprozesses sorgen soll.

Die Problemstellung

Prozesse in den digitalen Geisteswissenschaften tendieren dazu, teils hochgradig individualisiert abzulaufen und können dabei beliebig komplex werden. Das Resultat: bei ungenügender Dokumentation, kann eine Nachvollziehbarkeit der Resultate unter Umständen nur noch eingeschränkt, im schlimmsten Falle gar nicht mehr, gewährleistet werden. Während die digitalen Geisteswissenschaften bislang viele Softwareentwicklungen im Bereich virtueller Forschungsumgebungen verzeichnen, ist ein Ansatz, der den Wissenschaftler an seiner eigenen Forschungsumgebung am Arbeitsplatz abholt, bislang nicht realisiert und auch in der Literatur noch nicht näher beschrieben.

Das Konzept

RePlay Digital Humanities nimmt dieses Manko als Prämisse zur Entwicklung einer Neu-Implementierung eines bestehenden Systems, indem das Konzept einer Versionsverwaltungssoftware für einen neuen Kontext und eine neue Nutzergruppe anwendbar gemacht wird, kann der Forscher seine gewohnten Arbeitsprozesse beibehalten. Replay-DH unterstützt den Forscher während des Arbeitsprozesses beim Management und bei der Beschreibung der genutzten Tools und der erhobenen Daten, um eine bestmögliche Reproduzierbarkeit der Forschungsergebnisse zu gewährleisten.

Wie funktioniert das Ganze? Die Architektur hinter der Idee
  • Git als Basis des Datenmanagements
  • Java-Anwendung als plattformübergreifende Software
  • Anbindung an (GitLab-)Server zur Kollaboration in Forschergruppen
  • Anbindung an (DSpace-)Repositorien zur Veröffentlichung der Inhalte
Warum sollte ich den Replay-Client als Wissenschaftler nutzen?
  • Bessere Dokumentation und Wiederauffindbarkeit bestimmter Arbeitsstände
  • Möglichkeit der Anbindung an eine lokal vorahandene Git-Infrastruktur (z.B. GitLab am Institut)
  • Möglichkeit des kollaborativen Arbeitens mit Kollegen
  • Möglichkeit der Anbindung an eine Veröffentlichungs-Infrastruktur

Call for Project Presentations – Open Science Conference 2018

Abstract zu FAIR-Prinzipien oder Forschungsdateninfrastruktur einreichen bis 29. September 2017

Am 13./14. März 2018 findet in Berlin die Open Science Conference mit den Schwerpunkten FAIR Data Principles und Forschungsdateninfrastruktur statt.

Nutzer und Betreiber von Forschungsdaten-Infrastruktur, Bibliothekare und Forscher sind aufgefordert, innovative Projekte zu diesen Themen vorzustellen.

Wichtige Termine:

  • 29. September 2017: Abstract Submission Deadline
  • 13. November 2017: Notification of acceptance / rejection
  • 5. Februar 2018: Final abstract and poster submission
  • 13./14. März 2018: Conference

Call als PDF-Datei

Weitere Informationen unter:

Open Science Konferenz

Informationsseite zum Forschungsdatenmanagement online

Forschung und Daten managen: www.forschungsdaten.info

Im Rahmen einer Initiative des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg (MWK) ist eine neue Informationsseite zum Forschungsdatenmanagement in Baden-Württemberg und darüber hinaus online gegangen. Die Webseite bietet Informationen zum Prozess des Forschungsdatenmanagements und deckt damit alle relevanten Fragestellungen ab, die für ein erfolgreiches Forschungsdatenmanagement wichtig sind. Ferner gibt sie eine Übersicht über die in Baden-Württemberg geförderten E-Science-Projekte:

https://www.forschungsdaten.info/

Stellenausschreibung

Wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlicher Mitarbeiter im BMBF-geförderten Projekt DIPL-ING

Die Universitätsbibliothek Stuttgart (UB) ist eine wissenschaftliche Universalbibliothek mit zwei Standorten, den Universitätscampi Stadtmitte und Vaihingen, und Zentrum eines Bibliothekssystems mit 120 Institutsbibliotheken. Die UB betreut ca. 32.800 Benutzer und verfügt über ca. 1,65 Mio. Medieneinheiten sowie ca. 30.000 Print- und Online-Zeitschriften.  Sie entwickelt innovative Informationsdienste für Studium, Lehre und Forschung und führt laufend größere und kleinere Projekte durch. Die UB ist am BMBF-geförderten Projekt DIPL-ING mit weiteren Einrichtungen der Universität beteiligt.

Die UB sucht zum nächstmöglichen Termin eine/n

Wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlichen Mitarbeiter        (100 %)

Die Stelle ist auf zwei Jahre befristet und wird, je nach Qualifikation, bis Entgeltgruppe E 13 TV-L vergütet.
Ihre Aufgaben:

Die Universität Stuttgart führt ein BMBF-gefördertes Projekt zur Erforschung von Methoden im Umgang mit ingenieurwissenschaftlichen Daten durch. Die Stelle stellt eine wichtige Schnittstelle zwischen Forschung und Service mit viel Raum für Ideen bei der Entwicklung von Konzepten und dem Aufbau institutioneller nachhaltiger Strukturen und Services an der Universität Stuttgart dar.

An folgenden Aufgaben soll dabei schwerpunktmäßig gearbeitet werden:

  • Projektkoordination
  • Analyse der an der Universität Stuttgart vorhandenen (Forschungs-)Datenbestände in den Ingenieurwissenschaften (besonders in Hinblick auf das Aufkommen größerer Datenmengen)
  • Entwicklung von Metadatenlösungen in den Ingenieurswissenschaften
  • Erweiterung des zentralen Informationsangebotes zu Forschungsdaten, das alle Informationen von Antragstellung bis zur Ablage bzw. Recherche der Daten bündelt
  • Entwicklung von Informations- und Schulungsangeboten

Anforderungsprofil

Wir erwarten:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium, möglichst in den Ingenieurwissenschaften
  • Teamfähigkeit und Organisationstalent, Erfahrungen im Projektmanagement
  • Praktische Erfahrungen und Fachkenntnisse bei der redaktionellen Arbeit mit Content-Management-Systemen
  • Erfahrungen bei der Bearbeitung von Metadaten
  • Kommunikative Kompetenz und Leistungsbereitschaft, verbunden mit einem Sinn für pragmatische Lösungen
  • Grundkenntnisse in der Softwareentwicklung, Kenntnisse oder Bereitschaft zur Einarbeitung in eine Programmiersprache

Die Universität Stuttgart möchte den Anteil der Frauen erhöhen. Frauen werden deshalb ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung vorrangig eingestellt. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft zu Spät- und Samstagsdiensten im Benutzungsbereich der UB.

Ihre aussagekräftige und vollständige Bewerbung richten Sie bitte bis zum 19. März 2017 an die Universitätsbibliothek Stuttgart, Holzgartenstr. 16, 70174 Stuttgart oder elektronisch per E-Mail an die Personalstelle personal[at]ub.uni-stuttgart.de.

Für Auskünfte steht Ihnen als Gesamtprojektleitung Sibylle Hermann (Tel.: 0711/685-82502, E-Mail: sibylle.hermann[at]ub.uni-stuttgart.de) zur Verfügung.

Beratung zum Forschungsdatenmanagement

Dienstag, 13. Dezember 2016, 14-15:30 Uhr in der UB Vaihingen, Pfaffenwaldring 55, 70569 Stuttgart (Videokonferenzraum)

Forschungsdatenmanagement

Für wissenschaftliche Veröffentlichungen wird es immer wichtiger, nicht nur die Forschungsergebnisse in Fachzeitschriften zu präsentieren, sondern auch die dazugehörigen Forschungsdaten. Das erleichtert die Überprüfbarkeit und erlaubt das Nachnutzen der Daten. Doch wie können Forschungsdaten langzeitarchiviert, erschlossen und veröffentlicht werden? Das Beratungsgespräch umfasst folgende Themen:

  • Forschungsdaten planen
  • Archivierung und Erschließung der Forschungsdaten (Metadaten)
  • Daten vor der Veröffentlichung managen
  • Veröffentlichung: Open Access und Closed Access
  • Creative-Commons-Lizenzen

Zur Vorbereitung empfehlen wir, das Internetangebot der UB zu Forschungsdaten einzusehen: http://www.ub.uni-stuttgart.de/forschen-publizieren/forschungsdatenmanagement/

Weitere Themen können auf Wunsch besprochen werden.

Datum: Dienstag, 13. Dezember 2016, 14-15:30 Uhr

Veranstaltungsort: Videokonferenzraum UB Vaihingen, Pfaffenwaldring 55, 70569 Stuttgart

Anmeldung: https://www.ub.uni-stuttgart.de/lernen-arbeiten/schulungen/anmeldung/anmeldung-oa-publizieren-3.html

Empfehlungen zum Forschungsdatenmanagement in Deutschland

Positionspapier des Rates für Informationsinfrastrukturen

Der Rat für Informationsinfrastrukturen hat in der Mitte dieses Jahres ein Positionspapier mit dem Titel „Leistung aus Vielfalt“ mit „Empfehlungen zu Strukturen, Prozessen und Finanzierung des Forschungsdatenmanagements (FDM) in Deutschland“ veröffentlicht. In diesem empfiehlt er den Aufbau einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur, kurz NFDI, die „Kompetenzen bündeln und [eine] Grundversorgung mit Services für das Forschungsdatenmanagement schaffen“ soll. In diesem Papier werden alle wichtigen Kriterien für ein erfolgreiches FDM genannt, die aus Sicht des Rates ausgebaut und gefördert werden sollten:

  • Einbettung der Informationsinfrastrukturen in einen europäischen Kontext,
  • Klärung der Fragen der Langzeitarchivierung und Verfügbarkeit der Daten,
  • Schaffung von organisatorischen Leitlinien im FDM (wie z. B. der Veröffentlichung von Forschungsdatenpolicies und der Erstellung von Datenmanagementplänen (DMP)),
  • Schaffung und Ausbildung von akademischen und nicht-akademischen Personal für das FDM sowie
  • Stärkung der Informationskompetenz in Lehre und Forschung.

Nachzulesen ist das Positionspapier auf der Webseite des Rates für Informationsinfrastrukturen und kann auch dort als PDF-Datei heruntergeladen werden.