Stellenangebot: IT-/Organisationsexpertin/e für die Einführung und Betreuung von Fachanwendungen

Die Bewerbungsfrist endet am 30. Juni 2018.

Die Universität Stuttgart ist eine führende technisch orientierte Universität mit ca. 27.000 Studierenden und mehr als 5.000 Beschäftigten. Wir sind stolz auf unsere herausragende Forschung und eine qualitätsvolle Lehre, die wir mit digitalen Prozessen noch besser unterstützen wollen. Wir benötigen hierzu IT-Fachanwendungen, die an die Bedürfnisse der Anwenderinnen und Anwender angepasst, technisch auf neuestem Stand und in die bestehende IT-Landschaft integrierbar sind. Diese Fachanwendungen am Markt auszuwählen, sie einzuführen und langfristig zu betreuen ist Aufgabe eines neu gebildeten Teams, das in enger Kooperation mit den Bedarfsträgern die Digitalisierung an der Universität Stuttgart vorantreibt und Schritt für Schritt digitale Prozesse auf dem Campus einführt. Das Team besteht aktuell aus sechs Personen und ist beim IZUS, dem Informations- und Kommunikationszentrum der Universität Stuttgart, angesiedelt.

Zur Verstärkung suchen wir zum frühestmöglichen Termin eine/n unbefristet angestellte/n und nach TV-L bezahlte/n

IT-/Organisationsexpertin/e für das Team Fachanwendungen

Mit CAMPUSonline, der Campus-Management-Software der TU Graz, verfügen wir bereits über ein großes integriertes Informationsmanagementsystem, das den gesamten studentischen Lebenszyklus abbildet. Das Team Fachanwendungen betreut diese Software, entwickelt sie weiter und unterstützt die Anwenderinnen und Anwender bei der Nutzung.

Ihre Aufgabe im Team:

Sie übernehmen für einen Teilbereich von CAMPUSonline die Verantwortung und eignen sich dazu die Expertise der Anwendungskonfiguration an. Sie entwickeln Maßnahmen für einen qualitätsgesicherten Applikationsbetrieb, nehmen neue Anforderungen unserer Nutzerinnen und Nutzer entgegen und entwickeln Vorschläge für die Weiterentwicklung der Anwendung. Mit den universitären Partnern in Deutschland und der TU Graz stehen Sie dabei in regem Kontakt.

Als IT-Verantwortliche/r nehmen Sie in weiteren Projekten unseres Digitalisierungsvorhabens eine tragende Rolle ein: Sie entwerfen die Projektstruktur, gestalten den Projektplan und führen das Projekt auf die Zielgerade. Bei der Analyse, Gestaltung und Weiterentwicklung leistungsfähiger Prozesse wirken Sie aktiv mit, im Team konzipieren Sie IT-Lösungsansätze, die sie gemeinsam bewerten und bestmöglich umsetzen. Gleichzeitig unterstützen Sie Ihre Teamkolleginnen und –kollegen im Tagesgeschäft bei der Betreuung vorhandener Fachanwendungen.

Anforderungsprofil
Sie verfügen über ein erfolgreich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium mit einem IT-Schwerpunkt (vorzugsweise Informatik, Wirtschaftsinformatik) und haben

  • nachgewiesene Erfahrung in der Projektarbeit und mit Projektmanagementmethoden,
  • ein grundlegendes Wissen in der Geschäftsprozessmodellierung,
  • ein grundlegendes Wissen über Webanwendungen (HTML, XML, Webservices) sowie
  • grundlegendes Wissen in der prozeduralen und objektorientierten Softwareentwicklung (vorzugsweise Java EE, Oracle WebLogic Server).
  • Sie besitzen ausgeprägte Neugier und Interesse, die Strukturen und Prozesse innerhalb der Universität kennenzulernen.
  • Sie beherrschen die deutsche Sprache fließend in Wort und Schrift und besitzen ausgeprägte Team- und Kommunikationsfähigkeiten. Selbständig und strukturiert können Sie fachliche und technische Sachverhalte treffsicher und verständlich darstellen. Zudem haben Sie Freude an konzeptionellem Denken und ergreifen gerne die Initiative. Die Nutzung von MS Office-Anwendungen ist für Sie Routine.

Wir bieten Ihnen eine spannende, vielseitige und anspruchsvolle Tätigkeit in einem hochmotivierten Team mit kompetenten Kolleginnen und Kollegen. Sie können Ihre IT-Kenntnisse in einer Universität anwenden und Erfahrungen in der Organisationsentwicklung und dem Projektmanagement sammeln und vertiefen. Es erwarten Sie vielseitige Möglichkeiten der Weiterbildung und Qualifikation und ein moderner Arbeitsplatz im Umfeld neuer Technologien. Eine Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich, auch bietet die Universität flexible Arbeitszeiten.

Die Vergütung erfolgt nach TV-L je nach persönlicher Qualifikation bis zu EG 13.

Werden Sie IT-/Organisations-Experte in unserem neuen Team!

Senden Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bis 30. Juni 2018 per E-Mail an personal@tik.uni-stuttgart.de oder per Post an unten stehende Adresse.

Informationen über das IZUS finden Sie unter www.izus.uni-stuttgart.de, und für Fragen steht Ihnen gerne Dr. Simone Rehm, CIO der Universität Stuttgart, zur Verfügung.

Die Universität Stuttgart möchte den Anteil der Frauen erhöhen und ist deshalb an Bewerbungen von Frauen besonders interessiert. Schwerbehinderte werden bei entsprechender Eignung bevorzugt eingestellt.

Ansprechpartner: Uwe Fischer
Einsatzort: Pfaffenwaldring 5c, 70550 Stuttgart
Telefon: +49 711 68565800
Einrichtung:  Informations- und Kommunikationszentrum der Universität Stuttgart (IZUS), Team Fachanwendungen
Zeitraum der Beschäftigung: unbefristet, ab Mittwoch, 1. August 2018
Bewerbungsfristende: Samstag, 30. Juni 2018 – 23:59

Stellenausschreibung studentische Hilfskraft

Für den Bereich Akademischen Publikationsmanagement (PUMA) wird eine studentische Hilfskraft gesucht (40 Stunden im Monat). Bewerbungsschluss ist der 31. Mai.

An der Universitätsbibliothek Stuttgart ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer

Studentischen Hilfskraft

im Bereich Akademisches Publikationsmanagement (PUMA)

zu besetzen. PUMA ist eine auf BibSonomy basierende Web-Anwendung zur kollaborativen Verwaltung von Publikationen und Bookmarks.

Ihre Aufgaben

  • Unterstützung des PUMA-Teams bei der Einführung und Weiterentwicklung des Systems an der Universität Stuttgart
  • Unterstützung bei der Integration von PUMA in relevante IT-Systeme der Universität Stuttgart (z.B. OpenCms, Forschungsinformationssystem, Universitätsbibliografie etc…)
  • Mitarbeit bei der Entwicklung eines Uni-Stuttgart-Zitationsstils
  • Mitarbeit bei der Weiterentwicklung des Hilfesystems
  • Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit (PUMA-Blog, Schulungen, Präsentationen)

Ihr Profil

  • Erfahrungen bei der Nutzung von gängigen Literaturverwaltungsprogrammen und LaTeX/BibTeX oder die Bereitschaft, sich darin einzuarbeiten
  • Kenntnisse bei der redaktionellen Arbeit mit WordPress wünschenswert

Arbeitszeit, Arbeitsort

Die Arbeitszeit beträgt 40 Stunden im Monat. Die Arbeitszeiten können pro Semester in Absprache flexibel eingerichtet werden. Arbeitsort ist die Universitätsbibliothek Stadtmitte, Holzgartenstraße 16.

Formlose Bewerbungen unter Angabe des Studienfachs/der Studienfächer und des Semesters richten Sie bitte bis spätestens zum 31.05.2018 an Stefan Drößler, Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Universitätsbibliothek Stuttgart, Holzgartenstraße 16, 70174 Stuttgart oder per E-Mail an stefan.droessler@ub.uni-stuttgart.de.

Bodenreinigungsarbeiten in der UB

Bibliothek ist an beiden Standorten in der Pfingstwoche vom 20. -27. Mai geschlossen.

Außerdem ist die Bibliothek auch an den gesetzlichen
Feiertagen 10. und
31. Mai an beiden Standorten geschlossen.

Am Standort Vaihingen können ausgeliehene Medien in der Bücherbox vor dem Eingang abgegeben werden.

Am Standort Stadtmitte ist auch der UB-CIP-Pool und die dortige Benutzerberatung geschlossen.

Universitätsbibliothek. Neubau als Erweiterung

Ausstellung in der UB Stadtmitte: 8.5. – 19.6.2018

Ausstellungseröffnung:        8. Mai | 18:00 Uhr
Foyer Universitätsbibliothek, Campus Stadtmitte

Es sprechen:
Dr. Simone Rehm, Prorektorin der Universität Stuttgart
Dr. Helge Steenweg, Direktor der Universitätsbibliothek
Prof. Alexander Schwarz, Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen

 

Im Wintersemester 2017/18 entwarfen Studierende des Instituts für öffentliche Bauten und Entwerfen der Universität Stuttgart einen Neubau als Erweiterung der Universitätsbibliothek Stuttgart.

Die fiktive Aufgabe bestand darin, den Bau einer gemeinsamen
Hochschulbibliothek zu planen und somit auf den gesteigerten
Bedarf, den der Bestandsbau aus dem Jahre 1961 nicht decken
kann, zu reagieren. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Frage,
wie eine Bibliothek im digitalen Zeitalter des 21. Jahrhunderts
durch ihre Räume der Wissenvermittlung in idealer Weise
dienen kann.
In der Ausstellung werden Modelle und Zeichnungen fünf
unterschiedlicher Entwurfspositionen präsentiert. Sie zeigen
in universitärer Freiheit Ansätze auf, wie die Erweiterung mit
dem Bestandsgebäude umgeht und dadurch den Kontext des
Stadtgartens neu ordnet.

Jubiläum: 20 Jahre Open-Access-Publizieren an der Universität Stuttgart

Unibibliothek stellt über den Dokumentenserver OPUS fast 10.000 Veröffentlichungen im Internet zur Verfügung

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Publikationsservers OPUS blickt die Universitätsbibliothek Stuttgart auf eine Erfolgsgeschichte zurück: Seit dem 17. März 1998, dem Tag der Inbetriebnahme, haben Angehörige der Universität 9.700 Publikationen über OPUS frei im Internet veröffentlicht. Neben 3.578 Dissertationen, 2.277 Zeitschriftenartikeln und 856 Konferenzbeiträgen wurden auch 34 Habilitationen kostenfrei, langzeitverfügbar und zitierfähig im Internet zugänglich gemacht. Damit leistet die Universität einen wichtigen Beitrag zum Open-Access-Publizieren.

Zur Pressemitteilung der Uni Stuttgart >>

Über OPUS >>

Direktlink zu OPUS >>

Rechtliche Fragestellungen rund um das Forschungsdatenmanagement

Für die Vorbereitung eines FDM-Workshops im Juni freuen wir uns über Rückmeldungen zu Fragen und Problemstellungen in Sachen Forschungsdaten.

Rund um die Erhebung, die Nutzung, Veröffentlichung und Archivierung von Forschungsdaten und Forschungssoftware gibt es verschiedene rechtliche Fragestellungen, die beachtet werden wollen. Geht es um die Frage, wer welche Rechte an Daten und/oder Software hat, spielt beispielsweise das Urheberrecht eine Rolle. Beim Umgang mit personenbezogenen Daten ist das Datenschutzrecht zu beachten. Mit Lizenzen kann die nachfolgende Nutzung geregelt werden, auch Verträge mit Projektpartnern oder Geheimhaltungsvereinbarungen mit der Industrie spielen eine Rolle. Es gibt zur Zeit keine klaren Richtlinien oder Best Practices, es muss immer der Einzelfall betrachtet werden.

Aktuell laufende Projekte wie FDMentor oder DataJus haben zum Ziel, konkrete Handlungsempfehlungen zu entwickeln, wie Forschende mit den  rechtlichen Rahmenbedingungen des Forschungsdatenmanagements  umgehen können, bzw. diese gestalten können.

Im Juni findet ein Workshop der DINI/nestor-AG Forschungsdaten in Kooperation mit dem Projekt DataJus statt. Im Rahmen dieses Workshops möchten wir die rechtlichen Fragestellungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Uni Stuttgart in diese Diskussion mit einbringen.

Dafür freuen wir uns über Input von allen Mitgliedern der Universität an fdm@ub.uni-stuttgart.de:

  • Welche rechtlichen Fragestellungen rund um das Verwalten, Teilen und Veröffentlichen von Forschungsdaten und Forschungssoftware ergeben sich aus Ihrem Arbeitsalltag?
  • Wo gibt es Unsicherheiten, an welcher Stelle ist Ihnen die rechtliche Lage nicht klar?
  • Gibt es Fragestellungen, die Sie oder Ihre Arbeitsgruppe am Veröffentlichen von Forschungssoftware und/oder Forschungsdaten hindern?
  • An welcher Stelle wünschen Sie sich konkrete Richtlinien und Vorgaben von der Universität, wo individuelle Beratung?

Mögliche Bereiche können sein: Wem gehören Daten oder Software? Wessen Rechte müssen beachtet werden? Welche Lizenzen können, dürfen oder sollen vergeben werden und was muss dabei beachtet werden? Wer haftet, wenn durch die Nutzung von Daten oder Software Schaden entsteht? Was muss, was soll, was darf nicht veröffentlicht werden (Sichtweise der Forschenden, der Arbeitgeber, der Forschungsförderer oder Projektpartner)?

Informationen rund um das Forschungsdatenmanagement finden sich auch auf unseren Webseiten und auf der Informationsplattform forschungsdaten.info.

www.ub.uni-stuttgart.de/fdm

Dissertationenliste 2017/2 der Universität Stuttgart

Das neue Halbjahresverzeichnis ist erschienen

Hier finden Sie alle Dissertationen und Habilitationsschriften, die im Zeitraum Juli bis Dezember 2017 an der Universität Stuttgart abgeschlossen wurden und bei der Universitätsbibliothek eingegangen sind.

 

Auch die älteren Verzeichnisse finden Sie auf der Website der UB.

Magazinbestände aus den Signaturgruppen 2Ja, 3J und 3Ja

Können aktuell nicht ausgeliehen werden

Aufgrund von Verunreinigungen müssen folgende Signaturgruppen einstweilen von einer Benutzung ausgeschlossen werden:

  •  2Ja 4 – 1189
  • 3J 1051(4) – 3J 1139
  • 3J 10410 –
  • 3Ja 1266 – 3Ja 1589

Es handelt sich hierbei größtenteils um sozial,- wirtschafts,- und rechtswissenschaftliche Literatur der Jahre 1920-1990.

Versorgung mit Springer E-Books 2018 noch besser

Gute Nachricht für Studierende: die Literaturversorgung mit E-Books wird weiter ausgebaut. Es gibt mittlerweile campusweiten Zugriff auf über 40.000 E-Books allein beim Springer-Verlag.

Die Universitätsbibliothek hat für 18 E-Book-Pakete den campusweiten dauerhaften Zugriff für das Copyright-Jahr 2018 gekauft. Inzwischen können alle Angehörige der Universität Stuttgart auf über 40.000 E-Books des Springer-Verlags zugreifen.

Folgende Fächer sind 2018 abgedeckt:

  • deutschsprachig:
    • Naturwissenschaften
    • Technik & Informatik
    • Wirtschaftswissenschaften
    • J.B. Metzler Geistewissenschaften
    • Sozialwissenschaften und Recht
  • englischsprachig:
    • Biomedical & Life Science
    • Business & Management
    • Chemistry & Materials Science
    • Computer Science
    • Earth & Environmental Science
    • Economics & Finance
    • Energy
    • Engineering
    • Mathematics & Statistics
    • Physics & Astronomy
    • Political Science & International Studies
    • Professional & Applied Computing
    • Social Sciences

Mehr Informationen zu den Paketen erhalten hier:
Springer-E-Book-Pakete

Buch zum NS-Unrecht an der Universität Stuttgart erschienen

Universitätsarchiv veröffentlicht Forschungsergebnisse mit 300 Kurzbiografien von Betroffenen

Norbert Becker und Katja Nagel: Verfolgung und Entrechtung an der Technischen Hochschule Stuttgart während der NS-Zeit.

Belser Verlag, Stuttgart
520 Seiten
mit 70 sw-Abbildungen.
17 × 24 cm, gebunden.
ISBN 978-3-7630-2805-4

35 Euro

Seit dem 11. Januar ist die Monografie „Verfolgung und Entrechtung an der Technischen Hochschule Stuttgart während der NS-Zeit“ im Buchhandel erhältlich. Damit ist ein Projekt abgeschlossen, mit dem der Rektor der Universität im Mai 2013 das Universitätsarchiv beauftragt hatte. Anlass für das Forschungsvorhaben war ein Antrag gewesen, zwei Studenten zu rehabilitieren, die während der Zeit des Nationalsozialismus aufgrund einer gerichtlichen Verurteilung wegen Homosexualität von der damaligen Technischen Hochschule Stuttgart verwiesen worden waren.

Es galt nun, möglichst alle während der NS-Zeit verfolgten Mitglieder unserer Hochschule zu ermitteln und die Umstände ihrer Entrechtung sowie deren Folgen für den weiteren Lebensweg zu dokumentieren. Katja Nagel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt, und Norbert Becker, Leiter des Universitätsarchivs, haben 442 Fälle entdeckt – viele Schicksale werden aber wegen der schlechten Quellenlage wohl weiterhin im Dunkeln bleiben: Weil sie Juden waren oder jüdische Vorfahren hatten oder weil sie politisch missliebig waren, wurden Professoren, Assistenten und Mitarbeiter der Hochschule vorzeitig pensioniert oder entlassen; Studierende wurden zwangsexmatrikuliert; Ehrensenatoren, Ehrenbürgern und Promovierten wurde die Ehrung aberkannt bzw. der Doktorgrad entzogen. Kriegsgefangene und Zivilisten aus den von Deutschland besetzten Ländern wurden zur Arbeit an den Instituten der Hochschule gezwungen und teils menschenunwürdig behandelt. Im ersten Teil des Buchs werden die Akteure dieses Geschehens vorgestellt, die Machtübernahme der Nationalsozialisten an der Hochschule und das konkrete Verfolgungsgeschehen geschildert sowie der Widerstand hiergegen, die langfristigen Folgen der Unrechtshandlungen für die Betroffenen und die Aufarbeitung des NS-Unrechts durch die Universität Stuttgart nach 1945 behandelt. Im zweiten Teil folgen ca. 300 Kurzbiografien der Betroffenen, die wir namentlich ermitteln konnten.

Einige Leseproben finden Sie hier:
http://www.uni-stuttgart.de/archiv/veroeffentlichungen/

Die Veröffentlichung ist demnächst auch in der Universitätsbibliothek ausleihbar.

Dieses Foto zeigt die Abschiedsfeier des jüdischen Chemiestudenten Günter Zittwitz (erster von links) im Februar 1939. Zittwitz war im Zuge der Novemberpogrome 1938 (sog. „Reichskristallnacht“) in das KZ Dachau verschleppt worden und zusammen mit den letzten jüdischen Studierenden am 12. November 1938 von der Technischen Hochschule Stuttgart verwiesen worden. Wenige Tage, nachdem dieses Foto entstanden war, emigrierte er nach England. Zu den Relegierten gehörten auch seine jüdischen bzw. als jüdisch geltenden Freunde, die Chemiestudenten Wolfgang Fackenheim (rechts) und Georg Liebel (vierter von links). Während Georg Liebel die KZ-Haft erspart blieb, wurde Wolfgang Fackenheim bei den Novemberpogromen 1938 bis zum Januar 1939 in das KZ Welzheim verschleppt. Auch Liebel und Fackenheim gingen im Frühjahr 1939 in die Emigration nach Großbritannien. Das Foto fand sich im Nachlass Georg Liebels bei seiner Tochter in Toronto.


Weitere Veröffentlichungen zu diesem Thema:

Gedenkveranstaltung NS-Unrecht an der Universität Stuttgart

Verfolgung und Entrechtung an der Universität in der NS-Zeit: Bericht von der Gedenkveranstaltung „NS-Unrecht an der Universität Stuttgart“ vom 6. Februar 2017

Uni Stuttgart arbeitet Nazi-Vergangenheit auf: 440 Opfer von Unrecht und Verfolgung ermittelt, Stuttgarter Zeitung vom 7. Februar 2017