Citavi oder Puma? Eine kleine Entscheidungshilfe

Für die, die kein Windows nutzen, gibt es mit dem Akademischen Publikationsmanagement (PUMA) eine gute Alternative.

Das Literaturverwaltungsprogramm Citavi ist an deutschen Hochschulen bei vielen Studierenden beliebt. Mit Citavi ist es möglich, benutzerfreundlich Literatur zu recherchieren, sie zu organisieren und Aufgaben zu planen. So lassen sich Zitate speichern, um sie dann mit einem Klick in der eigenen Arbeit einfügen zu können. Sehr praktisch: Am Ende der Arbeit lässt sich ein Literaturverzeichnis mithilfe der gesammelten Werke erstellen. Das funktioniert mit Word und Open Office/Libre Office. Zusätzlich können Aufgaben abgespeichert werden, zum Beispiel bestimmte Werke, die man sich noch anschauen möchte oder die Deadline der Arbeit. Alle diese Funktionen helfen bei der Organisation und erleichtern die Arbeit, sodass man sich stärker auf den Inhalt fokussieren kann.

Studierende sind mit der Nutzung von Citavi im Vorteil, denn 85 Prozent können die Software per Campuslizenz ihrer Hochschule kostenlos nutzen. Die Universität Stuttgart zählt auch dazu. Eine Liste mit allen teilnehmenden Hochschulen kann hier eingesehen werden. Daneben bietet die Universität Stuttgart regelmäßige Schulungen an, die in der UB Stadtmitte stattfinden. Der nächste Termin ist am 13.12.2017. Zu weiteren Terminen und zur Anmeldung hier klicken!

CITAVI PUMA
Betriebssystem Windows unabhängig, da Website
Kosten kostenlos durch Campuslizenz kostenlos
Gruppenarbeit möglich nur über eine Netzwerkinstallation möglich, viele Gruppenfunktionen
Webanwendung geplant ausschließlich online nutzbar
Open Source nein ja

Bei Projekten, die Gruppenarbeit erfordern, ist im Vergleich zu Citavi also Puma klar im Vorteil: nur hier können Gruppen erstellt werden und darin Artikel (und Lesezeichen) abgespeichert werden, sodass jedes Mitglied darauf zugreifen kann. Außerdem ist Puma als webbasierende Literaturverwaltung plattformunabhängig. Die Nutzung ist kostenlos.

Feature des Monats: Publikationen der Unibibliografie melden

Service: UB validiert Veröffentlichungsdaten und stellt sie zur Nutzung zur Verfügung.

Wissenschaftler, die ihre Publikationslisten mit PUMA pflegen, können ab sofort ihre Publikationen per Mausklick der Unibibliografie melden. Der Vorteil ist, dass die Publikationen dann vom Team der Unibibliothek um weitere Metadaten – wie die Organisationsstruktur der Universität – angereichert und bei Bedarf fehlerbereinigt werden. Die Publikationslisten stehen zur Nachnutzung auf OpenCms-Seiten der Universität, auf persönlichen Internetseiten, für Berichtszwecke und künftig auch im Forschungsinformationssystem zur Verfügung. Damit sparen sich die Autorinnen und Autoren, die an der Universität Stuttgart beschäftigt sind, die manuelle Mehrfacheingabe der Daten. Aus der Unibibliografie lässt sich perspektivisch zum Beispiel auch eine Institutspublikationsliste erstellen, wenn genug Daten im System sind.

Nach Login bei PUMA erstellen die Nutzerinnen und Nutzer über das Menü „Eintragen“ -> „Publikation hinzufügen“ einen neuen Literatureintrag. Mit dem Tag „myown“ werden die eigenen Publikationen gekennzeichnet. Ganz am Ende der Seite mit den Formularfeldern für die Metadaten gibt es den Button „Speichern & Senden an unibiblio“. Über diese Schaltfläche können Publikationen an die PUMA-Gruppe „unibiblio“ geschickt werden. Das Unibibliografie-Team der UB validiert und veröffentlicht schließlich die Daten in dieser Gruppe.

Die Unibibliografie ist zurzeit noch im Aufbau. Je mehr Wissenschafter Daten melden, umso schneller wächst die Bibliografie.

Weitere Informationen zur Unibibliografie und dynamische Abfrage der Daten in unterschiedlichen Zitationsstilen:

http://www.ub.uni-stuttgart.de/forschen-publizieren/unibibliografie/

 

PUMA-Update

Server heute kurzfristig nicht erreichbar

Heute wird das neue PUMA-Update eingespielt. Deshalb kann es zu Störungen im Serverbetrieb kommen. Mit dem Update wird u. a. der Export von Tags (BibTeX-Feld „keywords“ möglich sein).

Feature des Monats: Import von Publikationslisten bei PUMA

Neues Template, mehr PUMA: Hier erklären wir, wie man bereits vorhandene Publikationslisten in PUMA importieren kann, um sie so mit Hilfe des PUMA-Plugins für OpenCms, TYPO3 oder Wordpress in eine Homepage einzubinden.

Im Rahmen der Umstellung der Webseiten der Uni Stuttgart auf das Template 3.0 soll nun auch vermehrt das OpenCms Plugin für PUMA genuzt werden. In diesem Zusammenhang erklären wir, wie man bereits vorhandene Publikationslisten in PUMA importieren kann, um sie daraufhin in die Homepage mit einzubauen.

Import als BibTeX-Schnipsel oder .bib-Datei

Dafür ist es am hilfreichsten, wenn die Liste bereits im BibTeX-Format vorliegt oder nach BibTeX exportiert wird. Dann kann man entweder den BibTeX-Schnipsel per copy/paste bei PUMA einfügen (a) oder die .bib-Datei hochladen (b).

(a) Das BibTeX-File direkt als Schnipsel einfügen.

Alternativ kann man über die Option „Publikationen importieren“ auch die BibTeX-Datei hochladen:

(b) Unter „Eintragen“ und „Publikationen importieren“ kann man alternativ auch die BibTeX-Datei hochladen.
Einträge vor dem Abspeichern bearbeiten

In beiden Fällen gibt es die Möglichkeit, die Einträge vor dem Abspeichern noch zu bearbeiten, Tags hinzuzufügen und die Sichtbarkeit einzustellen. Dafür kann man unter den „Erweiterten Einstellungen“ die Option „Vor Import bearbeiten“ auswählen:

Klickt man dieses Kästchen an, so öffnet sich vor dem endgültigen Import noch einmal ein Fenster mit verschiedenen Möglichkeiten der Bearbeitung.

Hier können die verschiedenen Optionen angewählt werden.

Die ausgewählten Einträge wurden jetzt in die persönliche Sammlung und gegebenenfalls noch in eine Gruppe aufgenommen und können nun wie üblich mit Hilfe des PUMA-Plugins für OpenCms, TYPO 3 oder WordPress in die Homepage eingebunden werden.

Feature des Monats: Soziale Funktionen nutzen

In Gruppen arbeiten und Einträge an Benutzer senden

PUMA ist nicht nur hilfreich, wenn man nach passender Literatur suchen möchte. Daneben bietet das Programm auch einige soziale Funktionen an, die wir heute etwas näher vorstellen möchten.

PUMA erleichtert zum Einen die Zusammenarbeit von Gruppen: Durch die Nutzung einer eigenen PUMA-Gruppe können Einträge schnell und ohne zusätzlichen Aufwand mit den anderen Mitgliedern geteilt werden.

PUMA Gruppe mit aktuellen Einträgen aller Mitglieder

Natürlich kann man auch bestehenden Gruppen beitreten, um so an interessante Einträge zu kommen. Dafür klickt man auf der PUMA-Website einfach auf Gruppen/Alle Gruppen, hier erscheint dann eine Liste aller bestehenden Gruppen, zum Beispiel zum Thema Open Access, Politik usw. (oder einfach hier klicken, um direkt zur Gruppen-Liste zu gelangen).

Einträge an bestimmte Nutzer senden

Publikationen können auch direkt an einen bestimmten Nutzer gesendet werden. Dafür muss man entweder miteinander befreundet sein oder in mindestens einer gemeinsamen Gruppe Mitglied sein.

Dazu klickt man im Eintrag zunächst unten rechts auf „Diese Publikation in die eigene Sammlung kopieren“ …

Eintrag bearbeiten

… dann scrollt man runter zu den Tags …

Eintrag an Nutzer senden

… und trägt hier das Systemtag „send:benutzername“ ein.

Dann klickt man wie gewohnt auf „Speichern“ und der Nutzer erhält eine Benachrichtigung und kann direkt auf den Eintrag zugreifen.

 

Feature des Monats: Bessere Suchergebnisse durch Systemtags

Umso exakter die jeweilige Suchanfrage bei PUMA formuliert ist, desto zuverlässiger und hilfreicher sind auch die Suchergebnisse. Wie man mit Hilfe von Such-Systemtags die Suche besonders effektiv gestaltet, kann hier nachgelesen werden.

Die Suchfunktionen bei PUMA sind in den meisten Fällen intuitiv zu bedienen und wurden hier (http://bit.ly/2vZcgXa) genauer erklärt. Dennoch wollen wir an dieser Stelle noch einmal expliziter auf die Möglichkeit hinweisen, mit Hilfe von Such-Systemtags Literatureinträge innerhalb von PUMA zu durchsuchen. Diese Möglichkeit wird auch in der Hilfe auf der PUMA-Seite noch einmal genauer erklärt.

Keine Angst – es sieht komplizierter aus als es ist!

Somit kann man beispielsweise Einträge innerhalb einer Gruppensuche filtern. Sucht man zunächst über die Suchleiste nach einer bestimmten Gruppe (hier: open-access) und möchte jedoch ausschließlich Publikationen aus den Jahren 2005-2015 angezeigt bekommen, so kann man die Suche mit dem Systemtag <sys:year:2005-2015> verfeinern.

Innerhalb einer Gruppe nur die Einträge aus einem bestimmten Zeitraum filtern? There you go!

Man kann auch mehrere Systemtags kombinieren. Beispielsweise kann man sich innerhalb einer Gruppe nur Einträge eines spezifischen Typs (z.B. „article“) von einem bestimmten Autor anzeigen lassen. Das kann hilfreich sein, wenn man eine Publikationsliste für eine/n MitarbeiterIn eines Instituts erstellen möchte. Dafür gibt man in die Suchzeile innerhalb der Gruppe einfach folgende Systemtags ein: <sys:author:müller sys:entrytype:article>.

Das Kombinieren verschiedener Systemtags macht die Suche noch genauer.

Die Bezeichnungen für die einzelnen Eintragstypen findet man in der PUMA Hilfe:

Diese Such-Systemtags ermöglichen somit eine gezieltere Abfrage und exakteres Suchergebnis.

Suchen auf PUMA

Tipps und Tricks

PUMA bietet zahlreiche Möglichkeiten schneller an die gewünschten Literatureinträge zu gelangen. In der Suchleiste des Literaturverwaltungsprogramms kann man auswählen, wonach genau gesucht werden soll. Dabei hat man Zugriff auf eigene und öffentliche Einträge sowie auf die DBLP-Datenbank.

Die PUMA Suchleiste

Um die verschiedenen Such-Kategorien nutzen zu können, klickt man einfach auf der Suchleiste rechts auf „Suche“, dann öffnet sich direkt darunter die Suchleiste (s. Bild oben) und man kann nach der gewünschten Kategorie suchen.

Vor allem das Suchen nach Tags kann sehr hilfreich sein. Tags sind Schlagwörter, die zu jeder veröffentlichten Publikation auf PUMA vergeben werden können. Das ist besonders hilfreich, wenn man nicht nach einem bestimmten Titel oder Autor, sondern z.B. nach einer bestimmten Thematik sucht.

Das Besondere an PUMA sind die Sozialen Funktionen, die angeboten werden. Wenn man ein Benutzerkonto eingerichtet hat, kann man Publikationen an bestimmte Nutzer senden, Gruppen beitreten usw. So kann auch in der Suchleiste die Kategorie Benutzer ausgewählt werden – hier kann man nach bestimmten Benutzerkonten suchen, um sie dann z.B. als Freund hinzuzufügen.

Auf PUMA findet man zahlreiche Gruppen, denen man beitreten kann (oder man erstellt einfach eine eigene). Sie bieten eine zusammenfassende Sicht auf die Einträge aller Gruppenmitglieder und erleichtern das gemeinsame Arbeiten. Die verschiedenen Gruppen können auch mithilfe der Suchleiste durchsucht werden.

Neben diesen besonderen Such-Kategorien bietet PUMA natürlich auch die gängigsten Suchmöglichkeiten an, wie die Folgende – das Suchen nach einer/m bestimmten Autor/-in.
Konzepte auf PUMA sind Gruppierungen mehrerer Tags zu einem Konzept („Supertag“), die jede/r Benutzer/in erstellen kann und nach denen hier gesucht wird.
Unter jede Publikation auf PUMA wird auch ein bestimmter BibTeX-Schlüssel automatisch abgespeichert – hiernach kann unter der nächsten Kategorie gezielt gesucht werden.

Die letzte Möglichkeit in der Liste ist die gängige Suche, die auch als default-Einstellung in PUMA abgespeichert ist. Hier wird nach dem Volltext gesucht.

Ein paar Suchtipps…

Mit der Suchanfrage nach einem bestimmten Wort gefolgt von einem Sternchen (nicht an erster Stelle!), kann nach einer beliebigen Zeichenkette gesucht werden, z.B. „Literatur*“ findet Einträge zur Literaturverwaltung, Literaturverwaltungsprogramme aber auch zur Literatursuche.

Mithilfe des Ausdrucks „AND“ werden nur Einträge angezeigt, die beide Wörter enthalten z.B. „Literatur AND Puma“. Möchte man aber nur Einträge zur Literaturverwaltung, aber nicht zu PUMA angezeigt bekommen sucht man mit dem Ausdruck NOT: „Literaturverwaltung NOT puma„.

Viele weitere hilfreiche Ausdrücke gibt es HIER.

 

 

 

 

 

 

Literaturverwaltung: zusätzliche PUMA-Schulung am 14. Juli

Teilnahme ohne Anmeldung möglich

Im Schulungsraum der UB Stadtmitte findet am Freitag, den 14. Juli von 13:30 bis 15 Uhr eine zusätzliche Einführungsschulung in die Online-Literaturverwaltung PUMA statt. Themen:

– Sammeln, Speichern, schnelles Wiederfinden von Literatur (bibliografische Daten und Volltexte)

– Erzeugen von Literaturlisten in bestimmten Zitationsstilen

– Datenimport und -export

– kollaboratives Arbeiten: Gruppen anlegen, Einträge teilen, soziale Funktionen

Bitte bringen Sie für die Schulung Ihr st-Konto oder Ihr ac-Konto für die Anmeldung am System mit. Eine Anmeldung für die Schulung ist nicht nötig. Weitere Informationen zum Akademischen Publikationsmanagement PUMA:

http://www.ub.uni-stuttgart.de/lernen-arbeiten/literaturverwaltung/puma/