Dissertationenliste 2017/2 der Universität Stuttgart

Das neue Halbjahresverzeichnis ist erschienen

Hier finden Sie alle Dissertationen und Habilitationsschriften, die im Zeitraum Juli bis Dezember 2017 an der Universität Stuttgart abgeschlossen wurden und bei der Universitätsbibliothek eingegangen sind.

 

Auch die älteren Verzeichnisse finden Sie auf der Website der UB.

Magazinbestände aus den Signaturgruppen 2Ja, 3J und 3Ja

Können aktuell nicht ausgeliehen werden

Aufgrund von Verunreinigungen müssen folgende Signaturgruppen einstweilen von einer Benutzung ausgeschlossen werden:

  •  2Ja 4 – 1189
  • 3J 1051(4) – 3J 1139
  • 3J 10410 –
  • 3Ja 1266 – 3Ja 1589

Es handelt sich hierbei größtenteils um sozial,- wirtschafts,- und rechtswissenschaftliche Literatur der Jahre 1920-1990.

Versorgung mit Springer E-Books 2018 noch besser

Gute Nachricht für Studierende: die Literaturversorgung mit E-Books wird weiter ausgebaut. Es gibt mittlerweile campusweiten Zugriff auf über 40.000 E-Books allein beim Springer-Verlag.

Die Universitätsbibliothek hat für 18 E-Book-Pakete den campusweiten dauerhaften Zugriff für das Copyright-Jahr 2018 gekauft. Inzwischen können alle Angehörige der Universität Stuttgart auf über 40.000 E-Books des Springer-Verlags zugreifen.

Folgende Fächer sind 2018 abgedeckt:

  • deutschsprachig:
    • Naturwissenschaften
    • Technik & Informatik
    • Wirtschaftswissenschaften
    • J.B. Metzler Geistewissenschaften
    • Sozialwissenschaften und Recht
  • englischsprachig:
    • Biomedical & Life Science
    • Business & Management
    • Chemistry & Materials Science
    • Computer Science
    • Earth & Environmental Science
    • Economics & Finance
    • Energy
    • Engineering
    • Mathematics & Statistics
    • Physics & Astronomy
    • Political Science & International Studies
    • Professional & Applied Computing
    • Social Sciences

Mehr Informationen zu den Paketen erhalten hier:
Springer-E-Book-Pakete

Buch zum NS-Unrecht an der Universität Stuttgart erschienen

Universitätsarchiv veröffentlicht Forschungsergebnisse mit 300 Kurzbiografien von Betroffenen

Norbert Becker und Katja Nagel: Verfolgung und Entrechtung an der Technischen Hochschule Stuttgart während der NS-Zeit.

Belser Verlag, Stuttgart
520 Seiten
mit 70 sw-Abbildungen.
17 × 24 cm, gebunden.
ISBN 978-3-7630-2805-4

35 Euro

Seit dem 11. Januar ist die Monografie „Verfolgung und Entrechtung an der Technischen Hochschule Stuttgart während der NS-Zeit“ im Buchhandel erhältlich. Damit ist ein Projekt abgeschlossen, mit dem der Rektor der Universität im Mai 2013 das Universitätsarchiv beauftragt hatte. Anlass für das Forschungsvorhaben war ein Antrag gewesen, zwei Studenten zu rehabilitieren, die während der Zeit des Nationalsozialismus aufgrund einer gerichtlichen Verurteilung wegen Homosexualität von der damaligen Technischen Hochschule Stuttgart verwiesen worden waren.

Es galt nun, möglichst alle während der NS-Zeit verfolgten Mitglieder unserer Hochschule zu ermitteln und die Umstände ihrer Entrechtung sowie deren Folgen für den weiteren Lebensweg zu dokumentieren. Katja Nagel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt, und Norbert Becker, Leiter des Universitätsarchivs, haben 442 Fälle entdeckt – viele Schicksale werden aber wegen der schlechten Quellenlage wohl weiterhin im Dunkeln bleiben: Weil sie Juden waren oder jüdische Vorfahren hatten oder weil sie politisch missliebig waren, wurden Professoren, Assistenten und Mitarbeiter der Hochschule vorzeitig pensioniert oder entlassen; Studierende wurden zwangsexmatrikuliert; Ehrensenatoren, Ehrenbürgern und Promovierten wurde die Ehrung aberkannt bzw. der Doktorgrad entzogen. Kriegsgefangene und Zivilisten aus den von Deutschland besetzten Ländern wurden zur Arbeit an den Instituten der Hochschule gezwungen und teils menschenunwürdig behandelt. Im ersten Teil des Buchs werden die Akteure dieses Geschehens vorgestellt, die Machtübernahme der Nationalsozialisten an der Hochschule und das konkrete Verfolgungsgeschehen geschildert sowie der Widerstand hiergegen, die langfristigen Folgen der Unrechtshandlungen für die Betroffenen und die Aufarbeitung des NS-Unrechts durch die Universität Stuttgart nach 1945 behandelt. Im zweiten Teil folgen ca. 300 Kurzbiografien der Betroffenen, die wir namentlich ermitteln konnten.

Einige Leseproben finden Sie hier:
http://www.uni-stuttgart.de/archiv/veroeffentlichungen/

Die Veröffentlichung ist demnächst auch in der Universitätsbibliothek ausleihbar.

Dieses Foto zeigt die Abschiedsfeier des jüdischen Chemiestudenten Günter Zittwitz (erster von links) im Februar 1939. Zittwitz war im Zuge der Novemberpogrome 1938 (sog. „Reichskristallnacht“) in das KZ Dachau verschleppt worden und zusammen mit den letzten jüdischen Studierenden am 12. November 1938 von der Technischen Hochschule Stuttgart verwiesen worden. Wenige Tage, nachdem dieses Foto entstanden war, emigrierte er nach England. Zu den Relegierten gehörten auch seine jüdischen bzw. als jüdisch geltenden Freunde, die Chemiestudenten Wolfgang Fackenheim (rechts) und Georg Liebel (vierter von links). Während Georg Liebel die KZ-Haft erspart blieb, wurde Wolfgang Fackenheim bei den Novemberpogromen 1938 bis zum Januar 1939 in das KZ Welzheim verschleppt. Auch Liebel und Fackenheim gingen im Frühjahr 1939 in die Emigration nach Großbritannien. Das Foto fand sich im Nachlass Georg Liebels bei seiner Tochter in Toronto.


Weitere Veröffentlichungen zu diesem Thema:

Gedenkveranstaltung NS-Unrecht an der Universität Stuttgart

Verfolgung und Entrechtung an der Universität in der NS-Zeit: Bericht von der Gedenkveranstaltung „NS-Unrecht an der Universität Stuttgart“ vom 6. Februar 2017

Uni Stuttgart arbeitet Nazi-Vergangenheit auf: 440 Opfer von Unrecht und Verfolgung ermittelt, Stuttgarter Zeitung vom 7. Februar 2017

 

Elsevier-Zeitschriftenlizenzen gekündigt: Literaturversorgung per Fernleihe

Ab 1. Januar 2018 stehen die Angebote des Elsevier-Verlags zunächst nur noch eingeschränkt zur Verfügung

Im Rahmen der deutschlandweiten DEAL-Verhandlungen konnte mit dem Wissenschaftsverlag Elsevier bislang keine Einigung für das Lizenzjahr 2018 erreicht werden.  Betroffen ist der Zugriff auf elektronische Zeitschriften des Verlages, die über die Verlagsplattform ScienceDirect.com angeboten werden. Nicht mehr zugänglich sind ab dem 1. Januar 2018:

  • Alle Titel des Jahrgangs 2018.
  • Alle Titel aus dem laufenden Landesvertrag 2015 – 2017 für die kein Archivrecht vereinbart wurde.
  • Alle Titel für die vor 2015 kein reguläres Abonnement an der Universität bestand (die sogenannte Freedom Collection).

Die Verfügbarkeit können Sie für einzelne Zeitschriften in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) überprüfen.

Ebenfalls werden alle an der Universität laufenden Abonnements für gedruckte Zeitschriften nicht verlängert. Nicht betroffen vom auslaufenden Vertrag ist der Zugang zu den Datenbanken Reaxys und GeoRef.

Notfallversorgung mit Zeitschriftenartikeln

Alle Mitglieder und Angehörige der Universität Stuttgart können ab dem 01. Januar 2018 alle aktuellen Zeitschriftenartikel des Elsevier-Verlages kostenlos über die Fernleihe der Universitätsbibliothek bestellen. Bitte schicken Sie zu diesem Zweck eine formlose E-Mail mit den üblichen Angaben (Titel, Autor, Zeitschrift, etc.) an

fernleihe-deal@ub.uni-stuttgart.de

Um diesen Service in Anspruch zu nehmen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Sie besitzen einen gültigen Bibliotheksausweis.
  • Sie schicken die Bestellung mit einer gültigen universitären E-Mail-Adresse (name@einrichtung.uni-stuttgart.de, ac12345@uni-stuttgart.de, st12345@uni-stuttgart.de).

Wenn Sie bei der Bestellung eine Institutsadresse angeben oder in Ihrem Bibliothekskonto hinterlegt haben, wird Ihnen eine Aufsatzkopie per Hauspost zugeschickt. Andernfalls geben Sie bitte bei der Bestellung an, ob Sie die Kopie an der Leihstelle in der Stadtmitte oder in Vaihingen abholen möchten.

Bei einer Bestellung über das normale Fernleihportal der Universitätsbibliothek müssen wir leider die üblichen 1,50 Euro Bearbeitungsgebühren in Rechnung stellen.

Weitere Informationen über die DEAL-Verhandlungen finden Sie auf unserer DEAL-Seite:

www.ub.uni-stuttgart.de/deal

Universitätsbibliothek weitet 2018 Öffnungszeiten aus

Ab 8. Januar ist abends bis 24 Uhr und am Sonntag geöffnet.

Ab dem 8. Januar 2018 öffnet die Universitätsbibliothek an den Abenden
zwei Stunden länger. Darüber hinaus wird auf vielfachen Wunsch der
Studierenden die Bibliothek auch am Sonntag für die Benutzung öffnen.
Die neuen Öffnungszeiten sehen dann wie folgt aus:

Montag – Freitag: 8-24 Uhr
Samstag – Sonntag: 10-24 Uhr

Die Öffnungszeiten gelten für beide Standorte, Stadtmitte und Vaihingen.
Die Servicezeiten der Leihstellen bleiben unverändert:

Montag – Freitag: 8-18 Uhr
Samstag: 10-15 Uhr

Diese Regelung gilt zunächst für das Jahr 2018.

Die verlängerten Öffnungszeiten werden durch Mittel finanziert, die die
Studierendenvertretung der Universität Stuttgart zur Verfügung gestellt
hat. Die Universitätsleitung wird zusätzlich Mittel für den Mehraufwand
der Reinigung beisteuern.

Weitere Informationen zu den Öffnungszeiten, insbesondere zum
Jahreswechsel, sind über die Homepage der Universitätsbibliothek bzw. die  Blog-Kategorie Öffnungszeiten abrufbar.

www.ub.uni-stuttgart.de

blog.ub.uni-stuttgart.de/category/oeffnungszeiten/

 

Lesesaalpläne UB Stadtmitte online

Aktuelle Buchstandorte im Freihandbereich, Präsenzbestand und im offenen Magazin finden

Zur besseren Orientierung bei der Bibliotheksbenutzung gibt es jetzt die Lesesaalpläne für die UB Stadtmitte online als Download. Durch die Umbauarbeiten der vergangenen Monate haben sich einige Standorte für Zeitschriften und Bücher verändert. Außerdem kam das Learning Center dazu. Die aktuellen Pläne liegen im Eingangsbereich zum Lesesaal aus. DIN A4-Ausdrucke sind an der Leihstelle erhältlich. Alternativ gibt es die Pläne auch elektronisch zum Download:

1. OG (Lesesaal UB Stadtmitte): png, pdf

2. OG (Lesesaal UB Stadtmitte): png, pdf

 

 

 

 

 

 

 

Universität Stuttgart veröffentlicht Forschungsdatenpolicy

Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten

Die Universität Stuttgart hat auf ihren Webseiten eine Forschungsdatenpolicy veröffentlicht. Sie enthält für die Forscher die Leitlinien der Universität zum Umgang mit Forschungsdaten. Die Forschungsdatenpolicy beschreibt und setzt die Rahmenbedingungen für den Umgang mit Forschungsdaten und die Organisation des Forschungsdatenmanagements an der Universität Stuttgart. Damit erhalten die Forscher der Universität Leitlinien, die sie als Richtschnur für den Umgang mit eigenen Forschungsdaten verwenden können.

Eine deutsche und englische Version befinden sich auf der Webseite der Universitätsbibliothek im Bereich Forschungsdatenmanagement.

Jubiläum: 80. Geburtstag des ehemaligen Direktors der Universitätsbibliothek Stuttgart

Prof. Jürgen Hering leitete 22 Jahre die UB.

Prof. Jürgen Hering, von 1974 bis 1996 Leiter der Universitätsbibliothek Stuttgart, feiert am 15. September 2017 seinen 80. Geburtstag. Der in Chemnitz geborene Jubilar studierte nach dem Abitur 1955 zunächst Journalistik an der Karl-Marx-Universität in Leipzig. Schon nach vier Monaten wurde er von der Hochschule aufgrund einer Denunziation durch Studenten seines Internats als „Klassenfeind“ verwiesen. Hering übersiedelte daraufhin in die Bundesrepublik. Seine erste Station in Stuttgart war am 15. April 1956 die Gaststätte „Parkheim zum Waldhorn“ in Stuttgart-Riedenberg, in dem das Hilfswerk der evangelischen Kirche Lehrgänge für „Ostzonen-Abiturienten“ eingerichtet hatte. Im Anschluss an die Ergänzungsprüfung zum DDR-Abitur und studierte Hering in Stuttgart, München und Tübingen Germanistik, Geschichte und Russisch. Nach dem Zweiten Staatsexamen am Bibliothekar-Lehrinstitut in Köln trat der Jubilar 1968 in den Dienst der Universitätsbibliothek Stuttgart ein. Bereits im Alter von 36 Jahren wurde er zum Bibliotheksdirektor ernannt. 1997 wechselte Jürgen Hering als erster Generaldirektor an die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden.

Seit 35 Jahren vertritt Jürgen Hering als Geschäftsführer die New Yorker Max Kade Foundation in Deutschland, die zum Beispiel den Neubau der Universitätsbibliothek Stuttgart 1961 und zahlreiche Studentenwohnheime finanziell gefördert hat. Hering konnte seine Erfahrung auch bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin einbringen, die ihn von 1999 bis 2003 in den Beirat der Bibliothekskommission berief. 1979 bis 1983 war er Bundesvorsitzender des Vereins Deutscher Bibliothekare (VDB), von 1989 bis 1992 auch Vorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbandes (DBV). In der Wendezeit bereitete er mit den Vorständen in Ost und West die Vereinigung der beiden deutschen Bibliotheksverbände vor, die er 1991 in Göttingen vollzog. Einen wertvollen Beitrag für die deutsch-russischen Beziehungen leistete Jürgen Hering in der „Fachgruppe Bibliotheken“ der Deutsch-Russischen Regierungskommission für die Rückführung kriegsbedingt verlagerter Kulturgüter („Beutekunst“).

Nach Erreichen der Altersgrenze, die er um ein halbes Jahr überschritt, kehrte Hering 2003 nach Stuttgart zurück. Die schon während der Schulzeit seiner Kinder ausgeübte, 13 Jahre umfassende ehrenamtliche Tätigkeit als Elternvertreter, besonders im Bereich Schulbau und „Schülerbeförderung“, setzte er mit einem zehnjährigen Engagement im Angehörigenbeirat der Stuttgarter Lebenshilfe fort, für deren Wohnheime er auch seinen Rotary Club für etliche Hands-on-Projekte gewinnen konnte.

2009 wurde Jürgen Hering vom Bundespräsidenten Prof. Dr. Horst Köhler das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) durch Staatsrätin Dr. Claudia Hübner in der Stuttgarter Staatskanzlei überreicht.

Der Jubilar feiert mit seiner Frau, seinen drei Kindern und vier Enkelkindern seinen 80. Geburtstag in Stuttgart-Riedenberg.