Universität Stuttgart veröffentlicht Forschungsdatenpolicy

Leitlinien zum Umgang mit Forschungsdaten

Die Universität Stuttgart hat auf ihren Webseiten eine Forschungsdatenpolicy veröffentlicht. Sie enthält für die Forscher die Leitlinien der Universität zum Umgang mit Forschungsdaten. Die Forschungsdatenpolicy beschreibt und setzt die Rahmenbedingungen für den Umgang mit Forschungsdaten und die Organisation des Forschungsdatenmanagements an der Universität Stuttgart. Damit erhalten die Forscher der Universität Leitlinien, die sie als Richtschnur für den Umgang mit eigenen Forschungsdaten verwenden können.

Eine deutsche und englische Version befinden sich auf der Webseite der Universitätsbibliothek im Bereich Forschungsdatenmanagement.

Jubiläum: 80. Geburtstag des ehemaligen Direktors der Universitätsbibliothek Stuttgart

Prof. Jürgen Hering leitete 22 Jahre die UB.

Prof. Jürgen Hering, von 1974 bis 1996 Leiter der Universitätsbibliothek Stuttgart, feiert am 15. September 2017 seinen 80. Geburtstag. Der in Chemnitz geborene Jubilar studierte nach dem Abitur 1955 zunächst Journalistik an der Karl-Marx-Universität in Leipzig. Schon nach vier Monaten wurde er von der Hochschule aufgrund einer Denunziation durch Studenten seines Internats als „Klassenfeind“ verwiesen. Hering übersiedelte daraufhin in die Bundesrepublik. Seine erste Station in Stuttgart war am 15. April 1956 die Gaststätte „Parkheim zum Waldhorn“ in Stuttgart-Riedenberg, in dem das Hilfswerk der evangelischen Kirche Lehrgänge für „Ostzonen-Abiturienten“ eingerichtet hatte. Im Anschluss an die Ergänzungsprüfung zum DDR-Abitur und studierte Hering in Stuttgart, München und Tübingen Germanistik, Geschichte und Russisch. Nach dem Zweiten Staatsexamen am Bibliothekar-Lehrinstitut in Köln trat der Jubilar 1968 in den Dienst der Universitätsbibliothek Stuttgart ein. Bereits im Alter von 36 Jahren wurde er zum Bibliotheksdirektor ernannt. 1997 wechselte Jürgen Hering als erster Generaldirektor an die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden.

Seit 35 Jahren vertritt Jürgen Hering als Geschäftsführer die New Yorker Max Kade Foundation in Deutschland, die zum Beispiel den Neubau der Universitätsbibliothek Stuttgart 1961 und zahlreiche Studentenwohnheime finanziell gefördert hat. Hering konnte seine Erfahrung auch bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin einbringen, die ihn von 1999 bis 2003 in den Beirat der Bibliothekskommission berief. 1979 bis 1983 war er Bundesvorsitzender des Vereins Deutscher Bibliothekare (VDB), von 1989 bis 1992 auch Vorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbandes (DBV). In der Wendezeit bereitete er mit den Vorständen in Ost und West die Vereinigung der beiden deutschen Bibliotheksverbände vor, die er 1991 in Göttingen vollzog. Einen wertvollen Beitrag für die deutsch-russischen Beziehungen leistete Jürgen Hering in der „Fachgruppe Bibliotheken“ der Deutsch-Russischen Regierungskommission für die Rückführung kriegsbedingt verlagerter Kulturgüter („Beutekunst“).

Nach Erreichen der Altersgrenze, die er um ein halbes Jahr überschritt, kehrte Hering 2003 nach Stuttgart zurück. Die schon während der Schulzeit seiner Kinder ausgeübte, 13 Jahre umfassende ehrenamtliche Tätigkeit als Elternvertreter, besonders im Bereich Schulbau und „Schülerbeförderung“, setzte er mit einem zehnjährigen Engagement im Angehörigenbeirat der Stuttgarter Lebenshilfe fort, für deren Wohnheime er auch seinen Rotary Club für etliche Hands-on-Projekte gewinnen konnte.

2009 wurde Jürgen Hering vom Bundespräsidenten Prof. Dr. Horst Köhler das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) durch Staatsrätin Dr. Claudia Hübner in der Stuttgarter Staatskanzlei überreicht.

Der Jubilar feiert mit seiner Frau, seinen drei Kindern und vier Enkelkindern seinen 80. Geburtstag in Stuttgart-Riedenberg.

Das Konzept von RePlay-DH: Datenmanagement per Versionsverwaltung

Ein einfacher Client hilft bei der Nutzung einer komplexen Versionsverwaltungssoftware.

Für viele Wissenschaftler in den digitalen Geisteswissenschaften stellt sich ab einem bestimmten Punkt die Frage, wie man am besten den Überblick in komplexen Projekten behalten kann. Das Projekt Replay-DH entwickelt anhand eines Use Case aus der Computerlinguistik zur Korpus-Annotation eine Softwareumgebung, die durch den Einsatz von Versionsverwaltungssoftware für Übersichtlichkeit beim Management der eigenen Daten und Tools während des Forschungsprozesses sorgen soll.

Die Problemstellung

Prozesse in den digitalen Geisteswissenschaften tendieren dazu, teils hochgradig individualisiert abzulaufen und können dabei beliebig komplex werden. Das Resultat: bei ungenügender Dokumentation, kann eine Nachvollziehbarkeit der Resultate unter Umständen nur noch eingeschränkt, im schlimmsten Falle gar nicht mehr, gewährleistet werden. Während die digitalen Geisteswissenschaften bislang viele Softwareentwicklungen im Bereich virtueller Forschungsumgebungen verzeichnen, ist ein Ansatz, der den Wissenschaftler an seiner eigenen Forschungsumgebung am Arbeitsplatz abholt, bislang nicht realisiert und auch in der Literatur noch nicht näher beschrieben.

Das Konzept

RePlay Digital Humanities nimmt dieses Manko als Prämisse zur Entwicklung einer Neu-Implementierung eines bestehenden Systems, indem das Konzept einer Versionsverwaltungssoftware für einen neuen Kontext und eine neue Nutzergruppe anwendbar gemacht wird, kann der Forscher seine gewohnten Arbeitsprozesse beibehalten. Replay-DH unterstützt den Forscher während des Arbeitsprozesses beim Management und bei der Beschreibung der genutzten Tools und der erhobenen Daten, um eine bestmögliche Reproduzierbarkeit der Forschungsergebnisse zu gewährleisten.

Wie funktioniert das Ganze? Die Architektur hinter der Idee
  • Git als Basis des Datenmanagements
  • Java-Anwendung als plattformübergreifende Software
  • Anbindung an (GitLab-)Server zur Kollaboration in Forschergruppen
  • Anbindung an (DSpace-)Repositorien zur Veröffentlichung der Inhalte
Warum sollte ich den Replay-Client als Wissenschaftler nutzen?
  • Bessere Dokumentation und Wiederauffindbarkeit bestimmter Arbeitsstände
  • Möglichkeit der Anbindung an eine lokal vorahandene Git-Infrastruktur (z.B. GitLab am Institut)
  • Möglichkeit des kollaborativen Arbeitens mit Kollegen
  • Möglichkeit der Anbindung an eine Veröffentlichungs-Infrastruktur

RePlay-DH-Client: Live-Demo bei den Open-Access-Tagen 2017

Client-Demo am Montag, den 11.9.2017, ab 15 Uhr im kleinen Lesesaal der SLUB Dresden.

Wer eine erste Version des Clients live sehen möchte kann dies bei den diesjährigen Open-Access-Tagen in Dresden:

Wir zeigen eine erste Version unseres Clients am Montag, den 11.09.2017 ab 15 Uhr im kleinen Lesesaal der SLUB Dresden im Rahmen des Tool-Marktplatzes. Mit diesem neuen Format bieten uns die OA-Tage die Möglichkeit, interessierten Nutzern ein Hands-On zu ermöglichen.

Die erste Testversion unseres Clients erlaubt bereits Einblicke in das vorgesehene Software-Design und die geplanten Funktionen. Ein wesentlicher Fokus liegt dabei auf einer einfachen Bedienbarkeit bei gleichzeitig höchstmöglicher Flexibilität in der Verwaltung und Bezeichnung der eigenen Forschungsdaten.

Bei Interesse kann eine Testversion des Clients bei der Projektgruppe angefragt werden.

Dissertationenliste 2017/1 der Universität Stuttgart

Das neue Halbjahresverzeichnis ist erschienen

Hier finden Sie alle Dissertationen und Habilitationsschriften, die im Zeitraum Januar bis Juni 2017 an der Universität Stuttgart abgeschlossen wurden und bei der Universitätsbibliothek eingegangen sind.

 

 

 

Auch die älteren Verzeichnisse finden Sie auf der Website der UB.